Technik – Außenbereich

Viele Betriebe nutzen den Außenbereich für die Produktion und Vermarktung. Um dies zu ermöglichen oder zumindest zu erleichtern, ist einige technische Ausstattung erforderlich.

Wasseraufbereitung

Wasser wird im Außenbereich für die verschiedensten Zwecke gebraucht. Im Sommer müssen Pflanzen gegossen werden, um ein gepflegtes Betriebsbild zu gewährleisten. Vor allem im Herbst ist der Außenbereich auch für die Produktion im Einsatz. Lesegeschirr und Traubentransporter werden in der Regel außen gewaschen. Wird eine mobile Maischeerhitzung eingesetzt, braucht diese Kühlwasser und Wasser zum Durchdrücken der Rohrleitungen. Ähnlich ist es, wenn im Mehrzweckraum nicht genügend Platz für die mobile Abfüllanlage ist, und diese im Hof betrieben wird.

Dabei sind die Entnahmestellen gut zu planen. So können Schlauchleitungen möglichst kurz gehalten werden, und so die Unfallgefahr minimiert, und die Übersichtlichkeit gewahrt werden.

Druckluft

Ist im Betrieb eine zentrale Druckluftversorgung vorhanden, sollte auch der Außenbereich mit einer Druckluftentnahmestelle ausgestattet werden. So kann beispielsweise der Reifenluftdruck der Betriebsfahrzeuge schnell kontrolliert werden. Außerdem können diverse Luftfilter aus Staubsaugern, Motoren oder Lüftern gereinigt werden, ohne dass der Staub in das Gebäude gelangt. Daneben brauchen auch viele Maschinen der Flaschenabfüllung und –ausstattung ebenfalls eine Druckluftversorgung.

Strom

Elektrischer Strom wird von fast allen im Weinbaubetrieb verwendeten Maschinen gebraucht. Jedoch sollten bei der Planung der Steckdosen und deren Absicherung gleich auch Projekte, die in Zukunft umgesetzt werden sollen, berücksichtigt werden. Sollen im Außenbereich Veranstaltungen wie Hoffeste oder andere Feierlichkeiten stattfinden, werden für den Küchenbetrieb einige leistungsstarke, für die indirekte Beleuchtung mehrere auf dem Gelände verteilte Lichtstromdosen gebraucht.

Ist noch nicht sicher, ob die Leitungen wirklich alle benötigt werden, können die geplanten Dosen zunächst als Leerrohre unter dem Bodenaufbau ausgeführt werden. Damit können spätere Aufgrabarbeiten vermieden werden.

Abwasser

Wird auf dem Hof Wasser entnommen, fällt in der Regel auch Abwasser an. Wenn das Wasser für Reinigungszwecke verwendet wird, enthält dieses naturgemäß eine Schmutzfracht. Wird dieses Abwasser über die Kanalisation der Kläranlage zugeführt, ist der Eintrag organischer Abfälle so klein wie möglich zu halten. Diesem Verhalten kommt vor allem in der Erntesaison besondere Bedeutung zu, da die Kläranlagen nicht für die Bewältigung derartiger organischer Frachten ausgelegt sind. Für grobe Verunreinigungen machen Siebeinsätze in den Einlaufschächten Sinn.

Betriebe, bei denen im Herbst viele kleine Traubenerzeuger ihre Ernte abliefern, sollten einen speziellen Waschplatz eingerichten, um die Schmutzfrachten sicher abzutrennen.