Einleitung Wandaufbau

Fenster und Türen haben eine entscheidende Funktion inne. Zum einen erhöhen sie durch eine angemessene Dimensionierung den Tageslichteintrag und somit die Helligkeit und Stimmung bzw. Produktivität am Arbeitsplatz und auch zu Hause.

Zum anderen kann mit Hilfe von solaren Einträgen die Heizlast reduziert werden. Große Fenster mit einem intelligenten Sonnenschutz führen zu einem stets angenehmen Klima im Raum.

 

Massivbauweise

Die Außenwände und tragenden Innenwände sowie die Zwischendecken bestehen aus einem „massiven“ Baumaterial wie Stahlbeton, Mauerwerk (z.B. Ziegel, Kalksteinen, Betonsteinen, usw.) aber auch aus teils Fertigteilen, wie z.B. zweischaligen Betonelementen mit Kerndämmung.

Bei Vermeidung von Verbundmaterialien sind im Falle eines Rückbaus die Entsorgung und das Recycling der verwendeten Materialen relativ problemlos möglich.

Insgesamt zeichnet den Massivbau eine lange Lebensdauer mit einem angenehmen Raumklima aus. Anforderungen an die Bauphysik, wie Schallschutz, Wärmeschutz und Wärmespeicherfähigkeit, aber auch an die Statik sowie den Brandschutz können sehr gut eingehalten werden.

In Zusammenhang mit den Fenster- und Türöffnungen wird bei der Massivbauweise meist von einer „Lochfassade“ gesprochen.

Leichtbauweise

Die Leichtbauweise steht als Oberbegriff für Bausysteme aus Holz (z.B. Holzständer-, Holztafelbauweise, etc.) aber auch für Systeme aus Stahl (z.B. Stahlskelettbauweise). Letzteres kommt jedoch ehr bei Stahlleichtbau-Systemhallen zum Einsatz.

Ziel der Leichtbauweise ist die maximale Gewichtseinsparung, die Einsparung von Baustoff-Rohstoffen und der vorwiegende Einsatz regenerativerer Rohstoffe, wie Holz, mit guter Co²-Bilanz. Neben Mineralwolle können verschiedenste organische und ökologische Dämmmaterialien zum Einsatz kommen wie Holzwolle, Zellulose, Schafswolle, Seegras, Flachs, Hanf, Holzfaser, Holzspäne, Kork und Jute. In den letzten Jahren wurde durch den Fachverband Strohballenbau außerdem die Strohbaurichtlinie auf den Weg gebracht. Dadurch wird das bauen mit dem sehr regionalen und ökologischen Baustoff Stroh erleichtert.

Es können trotz geringer Wandstärken sehr gute Wärmedämmwerte erzielt werden, was sich positiv auf die Raumnutzflächengröße auswirkt. Der Rückbau kann ohne Probleme erfolgen, wenn keine untrennbaren sowie ökologisch unbedenklichen Materialien eingesetzt wurden.

Ausreichende Qualität hinsichtlich der Schallübertragung kann durch eine gute Planung im Vorfeld erreicht werden. Durchdringungen sind auf Grund der oftmals aufwendigen Schichtenfolge mit besonderer Sorgfalt auszuführen. Der notwendige Brandschutz wird mittels Verkleidungen, z.B. durch Gipskarton, erreicht. Unschlagbar ist die schnelle Bauzeit auf der Baustelle durch die Möglichkeit der Vorfertigung.

 

Mischbauweise

Unter Mischbauweise versteht man den Einsatz von mineralischen Materialien als massive, tragende und aussteifende Bauteile, in Kombination mit Elementen aus Holz und Holzwerkstoffen als Raumabschluss, mit meist nicht tragender Funktion.

Der Einsatz der Holzelemente als Außenhülle bietet hervorragende wärmeschutztechnische Eigenschaften bei gleichzeitig geringen Wandstärken, ökologische Vorteile durch Verwendung nachwachsender Rohstoffes und einen hohen Vorfertigungsgrad mit daraus resultierenden kurzen Einbauzeiten. Die Verwendung massiver, mineralischer Baustoffe für die Tragenden Bauteile wirken sich positiv auf den Schallschutz, das Brandverhalten sowie die Wärmespeicherfähigkeit aus.

Die Vorzüge der jeweiligen Baustoffe können in der Mischbauweise optimal und effizient eingesetzt werden, was sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt.

U-Wert

Das Dämmverhalten einer Wand wird durch den U-Wert ausgedrückt. Der Wert gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter Wand bei einem °C Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außentemperatur, verloren geht. Das heißt, je kleiner der Wert, umso besser die Dämmwirkung. Die Wände eines Passivhauses dürfen beispielsweise höchstens einen U-Wert von 0,15 haben.