Fassade

Die Fassade bezeichnet den sichtbaren Teil der Außenhaut eines Gebäudes. Sie ist somit entscheidend für die Erscheinung und Ästhetik eines Gebäudes, bestimmt aber auch maßgeblich die natürlichen Lichtverhältnisse im Inneren. Sie bildet mit dem Wandaufbau ein System der Außenwand. Neben rein optischen Zwecken leisten bestimmte Fassadenausführungen auch andere Funktionen, beispielsweise die der Klimatisierung.
Die allermeisten Fassaden sind sogenannte Lochfassaden. Als Lochfassade werden Außenwandkonstruktionen mit einzelnen Fensteröffnungen bezeichnet. Die Rohbaukonstruktion besteht meist aus einem massiven Material (vgl. Massivbau). Bei den sogenannten Bandfassaden werden anstatt der Einzelöffnungen der Lochfassade, in die Konstruktion durchlaufende, in der Regel horizontale Öffnungen eingebaut. Waagrecht angeordnete Fenster-Lichtbänder prägen die Gestaltung der Fassade.

 

Naturstein

Die Verblendung des Mauerwerks mit Natursteinen wird schon seit einigen Jahrzehnten angewendet. In Weinbaubetrieben bietet sich die Verwendung von Naturstein besonders an, da die Verbundenheit mit dem örtlichen bodenbildenden Gestein ausgedrückt werden kann. Es macht Sinn, zwischen Natursteinverblendung und Mauerwerk eine isolierende Schicht einzubauen, um den Wärmedurchgang zu reduzieren.

Sichtbeton

Betonbauteile mit sichtbaren Oberflächen werden als Sichtbeton bezeichnet. An die Betonoberflächen und deren Beschaffenheit werden besondere Anforderungen nach DIN 18217 gestellt. Bei der Herstellung der sichtbaren Flächen können gestalterische Effekte durch die Materialzusammensetzung, Farbzugaben und die Oberflächenbeschaffenheit der Schalung erreicht werden. Durch nachträgliche mechanische Behandlung der Flächen oder durch farbige Lasuren und Beschichtungen können reizvolle Oberflächenstrukturen geschaffen werden. Interessante Gestaltungsvarianten ergeben sich durch das Einlegen von textilen Schalungsbahnen oder von im siebdruckverfahren beschichteten Folien in die Schalung.

Putz

Die einfachste und dezenteste Fassadengestaltung ist das Verputzen. Hierbei kann in der Oberflächenstruktur und in der Farbe differenziert werden. Gestalterisch sorgen Putzfassaden für klare, ruhige Formen. Oft werden Putzfassaden mit anderen Fassadenverblendungen kombiniert.

Glasfassade

Vielfach werden Teile der Fassade als Glasfassade ausgeführt. Da kein echter Wandaufbau vorhanden ist, müssen andere Bauteile, zum Beispiel Stützen oder Streben die statischen Aufgaben übernehmen. Eine Glasfassade signalisiert Offenheit und Extravaganz. Allerdings muss im Sommer auch eine Verschattung möglich sein, da sich der Raum gemäß dem Treibhauseffekt sonst zu stark aufheizen würde. 

Lamellenfassade

Bei der Lamellenfassade werden rechteckige, flache Elemente der Fassade vorgeblendet. Die Lamellen können starr auf Schienen, vertikal oder horizontal, angebracht sein. Jedoch ist auch eine bewegliche Aufhängung der Lamellen möglich, sodass die Neigung gesteuert werden kann, wodurch die Hinterlüftung geregelt wird. Die Lamellen können aus verschiedenen Materialien beispielsweise Glas, Naturstein oder aber auch Solarmodulen bestehen.