Energiemanagement

Beim Energiemanagement geht es in erster Linie um Ressourcenschonung. Es beinhaltet die Planung von energietechnischen Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten.Es geht außerdem darum, die Versorgungssicherheit und die Strom-und Spannungsqualität zu sichern.

Die Wirtschaftlichkeit von Strom- und Gaspreisen aber auch Einsparpotenziale in Verbindung mit technischen Fortschritten werden aufgezeigt. Auf den kommenden Seiten erhält der User einen Überblick über die verschiedenen Bestandteile des Energiemanagements. Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001 basieren auf dem PLAN-DO-CHECK-ACT Prinzip.

Erneuerbare Energien

2014 ist erstmalig der Anteil Erneuerbarer Energien an der gesamten Stromproduktion auf 27,7% gestiegen. Somit ist der Anteil das erste Mal überhaupt höher als die Produktion der emissionsbehafteten Braunkohle.

Um das Ziel der Bundesregierung bis 2020 (Anteil von EE 35 %) zu erreichen, bedarf es jedoch noch einiges Aufwandes. Jedoch ist dieses Ziel nicht unerreichbar.

Auch ohne die Ziele ist zu empfehlen, weiter auf erneuerbare Energien zu bauen. Denn die fossilen Reserven und Ressourcen der Welt reichen nur noch für ca. 100 Jahre aus. Wenn also unsere Kinder und Enkelkinder den gleichen Wohlstand erfahren sollen wie wir selbst, das heißt Versorgungssicherheit und Wohlstand, ist die heutige Generation in der Pflicht für diesen Wohlstand zu sorgen. Das dies nebenbei die Definition der Nachhaltigkeit an sich ist, ist hier zu vernachlässigen.

Jeder sollte daran interessiert sein. Der Strom kommt NICHT aus der Steckdose!

Energiekosten

Die Strompreise sind in den letzten 14 Jahren seit dem Jahr 2000 um 92 Prozent gestiegen. Da vorhandene fossile Ressourcen und Reserven immer knapper werden, ist davon auszugehen, dass die Strompreise in den nächsten Jahren immer weiter steigen werden.

Als Absicherung gegenüber steigenden Energiekosten im Allgemeinen empfiehlt es sich darüber Gedanken zu machen, wie man anstatt mehr Energie herzustellen, weniger Energie durch moderne Gebäudetechnik und Architektur benötigt.

Contracting

Beim Contracting (von engl. contract = Vertrag) muss man sich als Betreiber eines mittelständigen oder großen Betriebes keine Gedanken mehr um steigende Energiepreise oder rechtliche Veränderungen machen. Falls man einen energieintensiven Betrieb führt, kann man mit Hilfe von Contracting bares Geld sparen.

Zum einen setzt sich der Contractor mit den energetischen Gegebenheiten bereits vorhandener Energieanlagen auf dem Betriebsgelände auseinander. Zum anderen prüft er eventuelle Änderungen in der Erzeugung, Energieeinsparmaßnahmen und übernimmt dafür die Kosten, Haftung und Wartung. Die neue Anlage gehört dem Contractor. Dieser ist daher daran interessiert, die Kosten möglichst gering zu halten. Der Kunde zahlt monatlich für den kompletten Service.

Nutzermotivation

Auch das beste Gebäude kann nur funktionieren, wenn der Nutzer welcher sich im Gebäude aufhält, ein wenig mithilft. Dafür ist es notwendig, das Bewusstsein der Nutzer zu schulen und für Abläufe im Gebäude zu sensibilisieren.

Aktionen wie Schulungen und langfristige Projekte wie z.B. Aktionswochen fördern die Eigeninitiative der Belegschaft und leisten somit einen aktiven Beitrag zur Senkung von Energiekosten.